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NordNordNord | September 20, 2017

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2 Comments

Wo sich James Bond und Batman „Gute Nacht“ sagen

Wo sich James Bond und Batman „Gute Nacht“ sagen
Christian
  • On 24. August 2013
  • http://www.nordnordnord.de

„Nee, wat is dat schön hier!“ So würde ich es, als Ruhrpottkind, in einfachen Worten beschreiben. Endlich bin ich hier. Jökullsarlón – Eine Gletscherlagune im Süden Islands. Vor unserer ersten Islandreise hatte ich schon etliche Fotos des Gletschersees in diversen Reiseführern gesehen. Selbst James Bond ist hier schon „an einem anderen Tag gestorben“ oder so ähnlich. Unser kleiner gefiederter Freund Batman hat hier auch schon mal vorbeigeschaut. Also rein in die Strumpfhose und los geht´s…

Die Gletscherlagune Jökullsarlón

Die Gletscherlagune Jökullsarlón
©NordNordNord.de

Etwas unwirklich ist sie dann schon, diese Eislandschaft, direkt an der Nationalstrasse 1. Die Eisblöcke glitzern in der Sonne, das türkisene Wasser ist ruhig. Eine einsame Robbe zieht genüsslich ihre Bahnen. Hat Batman Robb-in hier vergessen? – Ich hoffe nicht.

Robb-In sucht Batman

Robb-in sucht Batman
©NordNordNord.de

 

Im Hintergrund erhebt sich die isländische Berglandschaft. Meine Erwartungen sind mehr als erfüllt. Vom Ufer betrachtet sieht alles schon super aus, aber warum nicht „mittendrin, statt nur dabei“ sein. Direkt neben dem See stehen, an einem kleinen Café mit Souverniershop, zwei lustige Amphibienfahrzeuge bereit.

Kauft man ein Ticket für eine Fahrt, so bekommt man auch gleich die fachkundigen Ausführungen einer Geologin dazu.

Von dieser Geologin hab ich auch die Info mit James Bond. Die FIlmcrew hat damals tatsächlich ne geschlossene Eisdecke auf dem Wasser “bestellt”. Also wurde der „Abfluss“ der Lagune zum Meer dicht gemacht, und nach knappen 48 Stunden war das Wasser gefroren. Hollywood-Magic ;-)

Eisblock im Wasser

Eisblock im Wasser
©NordNordNord.de

 

Während wir diese und andere interessante Infos zu der Umgebung und der Gletscherlagune erhalten, fahren wir gemächlich durch die bizarre Eiswelt. Uns voraus fährt immer ein kleines Motorboot, um die Eisblöcke im Wasser genauer in Augenschein zu nehmen. Denn wie wir ja alle wissen, ist 90% eines Eisblocks unter Wasser, und da wir hier im Batman/James Bond Genre bleiben wollen, haben wir keine Lust auf ein Titanic-Erlebnis. Abgesehen davon das unter Wasser die Kollision droht, können die Eisblöcke nämlich irgendwann auch mal umkippen, und dann wollen wir nicht unbedingt neben ihnen sein.

Das Motorboot

Das Motorboot fährt voraus.
@NordNordNord.de

 

Nebenbei erfahren wir, dass wir hier auf dem tiefsten See Islands sind (248 Meter geht´s unter dem Boot hinab) und das auch der höchste Punkt Islands gleich um die Ecke ist. Ausserdem lernen wir, dass die schwarzen Ablagerungen an den Gletschern um uns herum, zwar dreckig aussehen, aber nichts mit Umweltverschmutzung zu tun haben. Sie sind schlicht und einfach Vulkanasche.

Klar, wir sind ja schließlich in Island, da spuckt der ein oder andere Vulkan gerne mal etwas Asche in die Luft.

Nach guten 20 Minuten schippern wir wieder ans Ufer und rollen zurück zum Ausgangspunkt. Amphibienfahrzeuge sind ja was Feines. Unser persönliches Batmobil so zu sagen.

Die Amphibienfahrzeuge am Ufer

Die Amphibienfahrzeuge am Ufer.
©NordNordNord.de

 

Die Landschaft ist durch das fliessende Wasser, das sich seinen Weg Richtung Meer bahnt immer in Bewegung und bietet so immer neue interessante Ausblicke. Das Meer ist übrigens auch der Grund warum das Eis sich überhaupt löst und hinfort schwimmt: Das Salzwasser löst das Süßwasser-Eis langsam auf.

Unwirkliche Eislandschaft

Unwirkliche Eislandschaft.
©NordNordNord

Die Gletscherlagune befindet sich direkt an der Ringstrasse, ist ausgeschildert und überhaupt nicht zu übersehen. Wer Island also einmal auf der Nationalstrasse 1 umrundet wird sich diesem Ort ganz bestimmt nicht entziehen können. Ein Anblick von dem man noch Jahre lang zehren kann.

 

Comments

  1. Beim nächsten Mal auch eine Fahrt mit dem Zodiac unternehmen. Die fahren ganz bis an die Gletscher-Bruchkante heran. Nicht so komfortabel wie mit dem Amphibienfahrzeug und es gibt auch kein Eis zu schlecken. Aber eine aufregende Rüttelfahrt” mit weniger Passagieren an Board. Mein Filius und ich hatten im August eines für uns allein – plus Kapitän versteht sich. Auf der Rückfahrt zum Ufer durfte mein Sohn steuern. Wir fanden es ziemlich cool!
    LG
    Jutta

    • Danke für den Kommentar, klingt sehr spannend. Sollten wir beim nächsten mal auf alle Fälle ausprobieren.
      Viele Grüße
      Christian

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