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NordNordNord | November 21, 2017

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Mit dem Zug durch Skandinavien – Eine Winterreise Teil 1

Mit dem Zug durch Skandinavien – Eine Winterreise Teil 1
Christian
  • On 22. Dezember 2013
  • http://www.nordnordnord.de

Im Winter 2010 wollten wir einmal testen, wie kalt es in Skandinavien werden kann. Also kauften wir uns InterRail-Tickets und beschlossen soweit nördlich wie möglich mit der Bahn zu fahren. Unser Ziel sollten die Lofoten sein. Auch wenn dort keine Züge fahren, so kann man immerhin bis zu einem geeigneten Hafen fahren, um von dort dann per Boot weiter zu kommen. Gesagt, getan.

Wir stehen also am Kölner Hauptbahnhof. Hier soll die Reise starten. Im Gepäck: Zwei gut gefüllte Wanderrucksäcke und unsere Fotoausrüstung. Nicht im Gepäck: Unsere Kreditkarte, die haben wir zu Hause vergessen. Das fällt uns jetzt auf. 5 Minuten bevor unser Zug kommt. Nun gut, in Skandinavien wird die EC-Karte hoffentlich reichen. Also verzichten wir darauf umzukehren. Mit etwas Verspätung kommt der ICE dann auch an unser Gleis heran gerollt und so beginnt unser Winterabenteuer. Zwischenstopps haben wir unter anderem in Kopenhagen, Göteborg und Lillehammer eingeplant. Bis Kopenhagen sind es circa 6 Stunden Fahrt, der spannendste Teil der Strecke ist sicherlich die Fährüberfahrt von Puttgarden nach Rødbyhavn. Denn hier steigen wir nicht um, sondern unser Zug – ein ausgewachsener ICE – fährt mit Mann und Maus auf besagte Fähre. Wenn das mal nichts ist! Während der Fährüberfahrt müssen wir unseren Zug jedoch alleine im Bauch der Fähre zurücklassen, aus Sicherheitsgründen. Wir gesellen uns also zu den Reisenden, die mit dem Auto von Deutschland nach Dänemark wollen und genießen die Überfahrt. An Deck weht ein steifer Wind, die Sonne geht gerade unter und langsam schaukelnd bringt uns die Fähre ans andere Ufer. Hier rollt unser Zug dann auch wieder auf die Gleise, ich bin fasziniert, was man mit so einem ICE alles anstellen kann. Rein ins Boot, runter vom Boot, weiterfahren. Irre.

Wir erreichen Kopenhagen am frühen Abend. Unsere Unterkunft ist heute ein kleines modernes Hotel, unweit dem Bahnhof.

 

Kopenhagen Hauptbahnhof

Kopenhagen Hauptbahnhof @NordNordNord

Am nächsten Morgen heißt uns ein nicht allzu üppiges Frühstücksbüffet willkommen. Aber Cornflakes und Milch (wenn auch mit der typisch skandinavischen „Leichtigkeit“ von 0,1% Fett) sind besser als nichts. Danach wollen wir uns aufmachen, die dänische Hauptstadt etwas genauer zu erkunden.

Kopenhagen im Schnee ©NordNordNord

Kopenhagen im Schnee ©NordNordNord

 

Es liegt Schnee auf den Straßen Kopenhagens, der Himmel ist zwar bewölkt, aber alles in allem ist das Wetter für die Jahreszeit gut. Es ist Anfang März.

Kopenhagen im Winter

Kopenhagen im Winter: Die Kaserne der königlichen Leibgarde @NordNordNord

Wir stapfen durch den Schnee, unsere großen Reiserucksäcke haben wir auf den Rücken geschnallt, da heute Nachmittag unser Zug in Richtung Göteborg abfährt. Wir laufen zum Schloss Rosenborg.

Schloss Rosenborg

Schloss Rosenborg im Winter @NordNordNord

Bis 1720 wurde dieses Schloss als königliche Residenz genutzt. Heute sind hier die Kronjuwelen ausgestellt. Mehr Infos zu Schloss Rosenborg, zu dessen Geschichte und der aktuellen Nutzung als Museum gibt es auf der Homepage von VisitCopenhagen:

http://www.visitcopenhagen.de/de/copenhagen/schloss-rosenborg

Schloss Rosenborg

Schloss Rosenborg in Kopenhagen ©NordNordNord

 

In Kopenhagen am Bahnhof geht die Reise weiter. Die nächste Bahn wird uns durch Schweden nach Norwegen fahren. Der Zug ist modern und komfortabel. Über das Meer gleiten wir hinüber nach Schweden. In Göteborg wollen wir 2 Tage bleiben, um die Stadt in Ruhe zu genießen, bevor es weiter Richtung Norden geht.

Der Fluss Göta Älv

Der Fluss Göta Älv ©NordNordNord

 

Unser Hotel ist etwa eine viertel Stunde zu Fuß vom Bahnhof entfernt und nachdem wir zunächst auf einer Brücke über den Göta Älv, einen großen Flusslanden und einen nicht allzu kleinen Umweg laufen, finden wir unsere Unterkunft dann doch noch.

Der Fluss Göta Älv ©NordNordNord

Der Fluss Göta Älv ©NordNordNord

Ein Boot wurde zum Hotel umgebaut und bietet somit etwas nautischen Flair. Nach dem wir unsere Sachen im Zimmer verstaut haben, beginnen wir durch die verschneiten Straßen von Göteborg zu laufen.

Winterliche Straße in Göteborg©NordNordNord

Winterliche Straße in Göteborg ©NordNordNord

Göteborg ist eine schöne, wenn auch nicht ganz kleine, Stadt. Neben einer Shopping-Mall und diversen Museen gibt es hier natürlich viele kleine Cafés. Da wir durchaus eine Kleinigkeit vertragen können, suchen wir uns ein nettes Café aus.

Alltag in Göteborg ©NordNordNord

Alltag in Göteborg ©NordNordNord

Hier gibt es neben dem üblichen Angebot an Kaffee und Kuchen ein Buffet, “all you can eat”, mit frischen teilweise veganen und vegetarischen Gerichten. Eine bunte Auswahl an leckern, nicht alltäglichen Speisen.Wir beschließen uns am Buffet zu bedienen und outen uns als Touristen, als wir uns einen Cappuccino bestellen. Denn jeder Schwede, der nach uns den Laden betritt greift zielsicher zum Pott mit Filterkaffee. Ein überaus beliebtes Getränk, wie es scheint, anders als in Deutschland auch bei den jüngeren Gästen (hier geht es heute recht studentisch zu).

Hotel-Boot ©NordNordNord

Hotel-Boot ©NordNordNord

Nach einer Nacht in unserem Hotelboot, besuchen wir am nächsten Morgen zunächst das Universeum. Eine Mischung aus Erlebniswelt, Natur-Museum und Spielplatz. So könnte man es vielleicht beschreiben. Mittlerweile gibt es so etwas auch in Köln, dort heißt es Odysseum und ist tatsächlich ähnlich aufgebaut. Hier gibt es eine Tropenhalle, viele Experimente zum selbst ausprobieren und sogar ein großes Aquarium.

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Das Universeum ©NordNordNord

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Naturwissenschaftlich und ein bisschen gefährlich geht’s hier zu ©NordNordNord

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Aquarium im Universeum ©NordNordNord

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Quallen im Universeum

©NordNordNord

Big Brother is watching you! ©NordNordNord

Nachmittags erkunden wir die Stadt zu Fuß. Im Hafengebiet Lilla Bommen sticht ein Gebäude direkt ins Auge: Der Skanskaskrapan. Ein Wolkenkratzer, zumindest für skandiavische Verhältnisse sehr hoch, mit 22 Stockwerken. Das Bürogebäude sieht aus als wäre es einem Science-Fiction Film entsprungen oder einem Lego-Baukasten. „Lippenstift“ nennen es die Schweden. Denn Form und Farbe erinnern auch daran.

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Das knallige rot des Skanskaskrapan ©NordNordNord

@NordNordNord

Geheimzentrale der Lego-Männchen? @NordNordNord

Mit 86 Meter und seiner interessanten Architektur ist der Skanskaskrapan aber auf jeden Fall ein Wahrzeichen der Stadt Göteborg geworden.

Ende Teil 1 – Hier gibt es den zweiten Teil der Reise. Dann geht’s unter anderem durchs verschneite Norwegen.

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