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NordNordNord | September 20, 2017

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Goldrausch. Das Kultamuseo in Finnland

Goldrausch. Das Kultamuseo in Finnland
Christian
  • On 22. August 2013
  • http://www.nordnordnord.de

Ich wundere mich als plötzlich ein ca. 15 Meter großer Spaten neben uns an der Straße auftaucht. Auf einem Schild daneben lächelt uns ein Goldgräber an. Ok, wir sind schon ziemlich lange unterwegs, aber in Alaska sind wir bestimmt noch nicht angekommen. War ja auch kein Meer über das wir gefahren wären…

Das Goldmuseum

Das Goldmuseum.
@NordNordNord.de

 

Bisher hatte ich Goldgräber nur in Nordamerika vermutet. Was ich nicht wusste, auch in Europa gab es genug Leute die nach Gold suchten und es, wie hier in Finnland auch gefunden haben.

Der große Spaten und das Lächeln des alte Goldgräbers weisen uns auf die „Goldfelder Lapplands“ hin, die anscheinend hier zu finden sind. Und weil hier nun einmal richtig Geschichte mit Gold geschrieben wurde, gibt´s auch gleich das passende Museum: Das Kultamuseo. Also Goldmuseum.

Noch immer etwas verwundert biegen wir in die Zufahrt zum Museum ein und meine Gedanken an den Klondike-Goldrausch (Ich gebe zu, den kenn ich aus ner alten Donald Duck Geschichte), verschwinden … eben nicht. Ein kleines nachgebautes Dorf ist hier zu sehen.

Genau wie ich mir Goldgräberdörfer immer vorgestellt habe. Nur halt nicht in Finnland.

Am Ticketschalter bin ich etwas überrascht. Man kann Eintrittskarten fürs Museum inklusive Goldwaschen kaufen, soweit hätte ich das auch noch erwartet. Man kann aber auch eine Gebühr nur fürs Goldwaschen zahlen. Tagestickets. Ja, hier wird immer noch nach Gold gesucht. Also für alle mitlesenden Hobby-Goldschöpfer: Auf nach Finnland. Die haben ne Ader gefunden…

Warnung vor Mücken

Warnung vor dem Feind
@NordNordNord.de

 

Das Museums- bzw. Goldgräber-Gelände ist nett zurecht gemacht worden. Ein altes Holzschild warnt im Design eines Strassenschildes vor Mücken. Wir sind schon ein paar Tage hier im Norden, also nehmen wir die Warnung ernst. Zu Recht.

Es surrt und schwirrt was das Zeug hält.

Auf dem Gelände gibt es viel zu entdecken. Ein Dorf ist aufgebaut worden, mit diversen Läden und Werkstätten. Alte Werkzeuge und Gerätschaften geben einen Einblick in die Arbeitsweise der Goldgräber. Auch Kurioses ist hier zu finden, zum Beispiel ein Haus komplett aus Glasflaschen. Etwas weiter im Wald steht ein dunkles Holzhaus, an dem in goldener Schrift „Kultamuseo“ steht.

Kultamuseo

Kultamuseo.
@NordNordNord.de

Im Museumsgebäude wird anschaulich ein Einblick in die Hochzeit des Goldrausches gegeben. Natürlich dreht sich hier vieles um Finnlands Goldvorkommen (die in dieser Gegend tatsächlich außergewöhnlich hoch sind), aber auch um Orte überall auf der Welt, von den Alpen bis nach Südamerika. Denn Gold gibt es anscheinend überall. Man muss es nur finden.

Nach dem wir durch die komplette Ausstellung gewandert sind, wartet draußen das Highlight auf uns. Wir dürfen selber im Wasser des Baches, der hier durchfließt, Goldwaschen. Unter Anleitung eines jungen, aber erfahrenen Goldwäschers schwenken wir unsere Waschpfanne im trüben Wasser. Umjubelt von 1000en Mücken lassen wir die Pfanne schön kreisen und am Schluss wird uns noch mal etwas unter die Arme gegriffen.

Goldwaschen

Goldwaschen.
©NordNordNord.de

 

Und dann ist es da: Gold. Mindestens zwei …. Krümel. Egal, Gold ist Gold. Da müssen andere bei Olympischen Spielen lange für Laufen. Auf einem Pappstreifen wird unser Ausbeute professionell mit Tesafilm befestigt, so dass wir unsere Schätze mit nach Hause nehmen können. Auch wenn unser Ergebnis eher überschaubar ist, gibt es hier manchmal auch mehr zu holen. Der Goldgräberscout erzählt uns, dass auch Touristen hier in Ausnahmefällen schon einige Gramm Gold zusammengewaschen haben (Im Wert von ein über 100 Euro). Ab und zu gibt es hier sogar Meisterschaften im Goldwaschen. Da kommen dann auch mal etwas größere Stücke zum Vorschein.

 

Gold

Unsere fette Ausbeute.
@NordNordNord

 

Der Tag geht langsam zu Ende und unser Goldrausch ebbt allmählich ab, wir fahren weiter Richtung Süden.

 

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