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NordNordNord | June 24, 2018

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Am Ziel der Ziele: Das Nordkap

Am Ziel der Ziele: Das Nordkap
Christian
  • On 21. August 2013
  • http://www.nordnordnord.de

So, jetzt sind wir annähernd 4500 Kilometer durch Norwegen, Schweden und Finnland gefahren, sind wir jetzt bald da? Ok, man hätte auch den direkten Weg nehmen können aber dann hätten wir ja einiges verpasst. Jetzt haben wir es aber gleich geschafft. Das Wetter ist bescheiden. Wir sind noch ca 30 Kilometer vom Ziel der Ziele auf dieser Reise entfernt, Wolken, Nebel und Regen heißen uns am Ende Europas willkommen. Schade. Wenigstens hier hätte es doch mal schön sein können, also wettermäßig. Die Landschaft ist grandios. Karg und kahl, ein paar Fischerdörfchen und sonst: Nichts. Endlose Weite. So hab ich es mir erhofft.

Der Weg führt zum Nordkap

Der Weg führt zum Nordkap.
©NordNordNord.de

Noch kurz durch den Tunnel. (Ok, nicht soo kurz. Knappe 7km, laut Wikipedia immerhin der „drittlängste Unterwassertunnel Europas“. Die Gebühr beträgt ca. 150 NOK pro Auto.) Dann ist auch so gut wie geschafft.

Wir kommen aus dem Tunnel ans Licht zurück. Moment, wieso Licht?  Gerade war es doch noch “Weltuntergang light”, und was ist jetzt?

Die Sonne bahnt sich ihren Weg durch die Wolken. Prima.

Das Wetter wird tatsächlich besser. Wir fahren die Straße zum „Eingang“ des Nordkaps hinauf, also dort wo man bezahlen muss um auf das Gelände mit dem netten Metallkunstwerk und dem großen Touristenshop zu gelangen. Ganz billig ist der Spaß nicht, aber wenn man schonmal soweit gefahren ist, dann muss man jetzt auch da rein. Das Ticket kostet pro Person 245 NOK (im Moment sind das etwas über 30 € / Stand August 2013) gilt 48 Stunden, man kann also auch wegfahren und noch einmal wieder kommen. Immerhin. Ich spoiler an dieser Stelle schonmal das nachts (nach Mitternacht) deutlich weniger Reisebusse ans Nordkap gekarrt werden als tagsüber. Also überhaupt keine. Aber zurück zu uns, es ist Nachmittags. Dementsprechend sind wir nicht alleine. Reisende aus aller Herren Länder tummeln sich auf der Klippe die ins Meer ragt. Der metallene Globus glänzt in der nun vollständig zum Vorschein gekommenen Sonne.

Das Nordkap bei Sonne

Das Nordkap bei Sonne.
©NordNordNord.de

Schnell ein paar Videos und Fotos machen, bevor der Sonnenglanz wieder verschwindet.

Dann noch mal in die Nordkaphallen, ein Foto mit dem lustigen Troll machen. Ein paar Postkarten mit originalem Nordkapstempel schreiben und abschicken (Achtung nicht ganz billig). Und dann heißt es warten. Wir wollen ja, wenn wir schonmal da sind, auch die Mitternachtssonne erleben. So wie die anderen Menschen da draußen vor dem Fenster der Nordkaphallen auch.

Die Nordkaphallen

Die Nordkaphallen.
©NordNordNord.de

Es werde immer mehr. Aber keine Sorge, die Brüstung an der Klippe ist lang genug. Man findet seinen Platz um die Sonne dabei zu beobachten wie sie um 0 Uhr eben nicht hinter dem Horizont verschwindet sondern über dem Wasser schwebt. So kommt es dann auch.

Die Sonne geht auch heute tatsächlich nicht unter.

Nach und nach leert sich das Nordkap nun wieder. Die Reisebusse fahren ab. Ein paar Camper haben ihre Zelte auf dem Gelände aufgeschlagen, ansonsten ist es ruhig. Gegen 4 Uhr Nachts sind wir ganz alleine. Im Dämmerlicht machen wir weitere Fotos, diesmal ohne Menschen. Wer also individuell zum Nordkap reist, sollte sich überlegen eine kleine Nachtschicht einzulegen, um die Foto-Gelegenheit eines metallenen Globus im Dämmerlicht vor einer nicht ganz untergegangenen Sonne nicht zu verpassen.

Das Nordkap

Die Sonne geht tatsächlich nicht unter.

 

Weitere Infos zum Nodkap gibt es unter www.visitnordkapp.net

Ich habe lange gerätselt ob sich das Nordkap jetzt mit einem oder zwei „P“ schreibt, und die Lösung ist einfach: Auf deutsch „Nordkap“, auf norwegisch „Nordkapp“. Deshalb heißt die Kommune in der sich das Nordkap befindet auch Nordkapp. Die englischsprachige Variante ist einfach „The North Cape“.

 

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